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Die Eroberung durch die Römer:

Durch das Vordringen der Römer konnten einzelne Stammesnamen in Erfahrung gebracht werden. So wohnten rund um den Reschen und Brenner die Venosten, Isarken, Breonen und Genaunen. Die Römischen Autoren bezeichneten die Bevölkerung des zentralen Ostalpenraumes als „Räter“, die die moderne Forschung als Namen der Urbevölkerung von Tirol übernommen hat.

 

Da sich aber die Römer mit der Kontrolle der südlichen Alpen nicht zufrieden gaben, dauerte es nicht lange, dass sie einen militärischen Vorstoß nach Norden wagten. Im Sommer des Jahres 15 v.Chr., drangen die zwei Stiefsöhne des Kaisers Augustus, Tiberius und Drusus in den Norden des Alpenraums vor. Tiberius gelangte vom Westen in das Bodenseegebiet und von dort ins Alpenvorland, Drusus marschierte mit zwei Legionen (ca. 8000-12000 Mann) aus dem bereits römischen Etschtal über den Brenner ins Inntal, sowie über die Seefelder Senke nach Norden. Kleinere Wiederstände von Einheimischen konnten ohne Schwierigkeiten gebrochen werden. Das im Osten befindliche Königreich Noricum unterstellte sich bald darauf der römischen Oberhoheit.

Somit wurden die von Tiberius und Drusus eroberten Alpen- und Voralpengebiete zur Provinz Rätien zusammengefasst. Die Provinz reichte von der Donau bis zu den Talengen südlich des Alpenhauptkammes. An der Talstufe der Töll bei Meran und an der Klause unter Säben begann die italienische Region Venetia cum Histra (Veneto mit Istrien). Das in Osten befindliche Noricum, verlor unter Kaiser Claudius die Eigenständigkeit. Noricum reichte  von der Donau über den Alpenhauptkamm nach Süden. Der Grenzverlauf zwischen Rätien und Noricum von der Mühlbacher Gegend am Ausgang des Pustertals etwas östlich der Brennerfurche nach Norden und dann, nehmen die Wissenschaftler an, weiter dem Inn

entlang. Im 4 Jahrhundert wurde die Grenzprovinz Rätien, das vom Alpenvorland bis über den Hauptkamm der Alpen reicht, in zwei Teile geteilt. Raetia prima im Westen und Raetia secunda im Osten. Vom heutigen Tirol gehört nur das Vinschgau zur Reatia prima, nach der Hauptstadt Chur oder auch Churrätien genannt. Rätien wurde nie  umfassend kolonisiert. Die Erschließung des Landes, beschränkte sich auf Militärstraßen, Kastelle, Wegstationen, Gutshöfe und bescheidene Veteranensiedlungen. Der Schwerpunkt der Provinz lag im Alpenvorland, wo die Hauptstadt Augusta Vindelicorum (Augsburg) lag.

Im Gebiet des Späteren Tirol mit Welschtirol, gab es nur zwei Städte und zwar das in Noricum liegende Aguntum bei Lienz (Heutiges Ost-Tirol) und das Tridentum (Heutige Trient), welches zur damaligen Zeit noch nicht zu den Grenzprovinzen, sprich Rätien, gehörte.

Dennoch wurde die rätische Urbevölkerung, durch die Handelsbeziehungen, welche sie mit Rom hatten, Militärdienst, Verwaltung, Missionierung und persönliche Verbindung weitgehendsten, wenn auch nur oberflächlich, romanisiert. Der Einfluss der Römer in der Rätersprache ist in der rätoromanischen Sprache gut zu hören und überdauerte ihre Zeit, denn sie wird in den Dolomitentälern heute noch gesprochen.

Straßenbau der Via Augusta Claudia

Die wichtigste Handelsstraße war damals die  Augusta via Claudia. Sie begann ihren Weg in der heutigen Stadt Trient (damals Tridentum) und verlief entlang der Etsch Richtung Pons Drusi (ca. bei Bozen), über den Reschenpass in das Inn-und Lechtal, wo sie kurz hinter der Provinzhauptstadt der Voralpen Augusta Vindelicorum (Augsburg), an der Donau des heutigen Donauwörths endete.

Ales begann in der Zeit, als die Stiefsöhne des Kaisers Augustus, Drusus und Tiberius das Gebiet im Norden des römischen Reichs eroberten. Wir sprechen vom Jahr 15 v.Chr., dennoch wurde die Straße erst 60 Jahre später (46/47 n.Chr.), durch den Sohn von Drusus, Kaiser Claudius (41-54 n.Chr.)  vollendet. Er verband dadurch die Handelswege an der Adria und Poebene mit denen im Norden des Reichs. So kann man sagen, dass schon damals die Provinz Rätien sprich Tirol ein Transitland war.

Bevor Kaiser Claudius die Via Augusta Claudia vollendete, wurde sie von Drusus nur als militärischen Zweck erbaut. Dies beweisen zwei militärische Meilensteine, denen einer in Rabland in der Nähe von Meran und der andere in Cesiomaggiore (Belluno) gefunden wurden.

Unter Kaiser Claudius fand entlang der Via Claudia Augusta eine bürgerliche Entwicklung statt, die zur Verstädterung der zum Pferdewechsel genutzten Stationen führte, welche mit der Zeit mit Befestigungsanlagen versehen wurden. Diese Entwicklung hielt auch während der nachfolgenden Jahrzehnte an und ist durch die zahleichen archäologische Fundstücke entlang der Via Augusta Claudia wissenschaftlich belegt.

Bereits im 200 Jhd. n.Chr. wurden einige Abschnitte der Straße von moderneren Verkehrswege abgelöst. Zum Beispiel, am Brenner der laufe der Zeit passierbar wurde.

Durch die Völkerwanderung bzw. die Barbareninvasionen, die zum Fall des römischen Reichs führten, verbesserte die Situation keinesfalls.

Trotz der Veränderung und Entwicklung konnte diese monumentale römische Verkehrsader ihre Bedeutung über die Jahrhunderte hinweg bewahren und sie wird auch heute noch auf einem Großteil der Strecke für den Verkehr und den Handel zwischen Süd- und Nordeuropa genutzt.


 

Die Völkerwanderung in Tirol

Die Völkerwanderung ausgelöst durch die Hunnen, war die treibente Kraft, die das untergehen der Antike, sprich römisches Reich, verursachte. Leider gibt es über diese Zeit, keine verlässlichen Geschichtsquellen, und auch die Archäologie ermöglicht keine gesicherten Aussagen.

Man weiß nur, dass die Region im 5. Jahrhundert mehrere feindliche Einfälle erdulden musste. Z.B. wurde Aguntum von den Slawen zweimal verwüstet.

Die von den Römern erbauten Kastelle in den Alpentälern konnten ihre Aufgaben nicht erfüllen und den Durchbruch der Barbaren verhindern. So kam es, dass die staatliche Autorität unter ging.

Unter Odoaker und Theoderich wurden die ersten Germanenreiche (476-552) auf italienischen Boden gegründet. Dies konnten sie nur mit einer lockeren Oberhoheit aufrechterhalten. Denn der Ostgotenkönig Witigis trat schließlich in den Jahren 536 und 537 n. Chr. große Teile von Rätiens formell an die Franken ab, die ihren Einfluss bis nach Noricum ausdehnten.

Mann weiß, dass zwischen 470 und 600 n.Chr. für die weitere Geschichte unseres Landes entscheidend war. So gab es um die Mitte des 6. Jahrhunderts ein Volk der Bajuwaren (Bayern), von dem man nicht weiß woher sie kamen.

Die Wissenschaftler sind sich nach langen Auseinandersetzungen, nun in manchen Sachen einig und es steht zumindest fest, dass die Bajuwaren von nirgendwoher in den Raum zwischen Donau und Alpen eingewandert sind, sondern ihr Dasein einer Verschmelzung der keltischen Ureinwohner, römische Siedler und germanische Splittergruppen verdanken.

Die Frankenkönige nannten die Gebiete der Bayern „ Bajovarii“ und versuchten diese gegen einfallende Völker aus den Osten zu sichern.

Der erste Herzog der Bayern mit dem Sitz in der alten Römerstadt Regensburg hieß Garibald I. Dieser gründete das bayrische Herzogsgeschlecht der Agilolfinger.

Ab den 7 Jahrhundert gehörte das Inntal zu ihrem Einflussbereich und stetig erweiterte sich ihr gebiet bis schließlich der südlichste Teil“ Bozen“ im Jahre 680 n.Chr. bayrisch war.

Dies geschah durchaus friedlich und dennoch konnte sich die romanisierte Urbevölkerung neben der bayrischen noch lange halten, bis sie schließlich in der bayrischen Volksgruppe aufging.

Auseinandersetzungen gab es mit den Langobarden, die in Italien ein Königreich errichteten und von ihrem Herzogtum Trient bis ins Eisacktal vordrangen. Zwischen Meran und Bozen stießen die  Langobarden auf die Franken, die von Churrätien aus vorstießen.

Im 8. Jahrhundert n.Chr. war der größte Teil des späteren Tirol in der Hand der Bayernherzöge, die ihrerseits unter der fränkischer Oberhoheit standen.

Jedoch das Vinschgau gehörte zum fränkischen Churrätien und das im Osten befindliche Lienzer Becken mit dem Iseltal wurde von den Slawen besetzt.

Das Gebiet unterhalb von Bozen gehörte zum Königreich der Langobarden.

788 n. Chr. wurde das bayrische Herzogtum vom Karl dem Großen in das Frankenreich einverleibt.

Der bayrische Adel stellt sich auf die Seite des neuen Herrn und über nahmen wichtige Verwaltungsaufgaben in den neuen eigerichteten Grafschaften.